Mein Tag auf der Photokina

Photokina 2012

Photokina 2012

Nachdem die große Berichterstattung um die Photokina vorbei ist, gebe ich meinen Senf auch noch dazu. Nachdem ich vor 2 Jahren nicht in Köln war, konnte ich mir heuer die Zeit für die Reise nehmen. Wieso fährt man auf eine solche Messe? Ein echtes Erlebnis Leute mit ihren kompletten Fotoausrüstungen zu sehen wie sie schon um 10.00 Uhr zum Eingang schwitzen (ich hatte nur eine kleine Schultertasche ohne Kamera dabei). Zu sehen, dass gegen 11.00 Uhr die Leute schon wie die Packesel mit Tüten behängt unterwegs waren (vor allen Dingen Tamron leistete hier ganze Arbeit), natürlich dann noch mehr schwitzend (ich hatte nur eine kleine Schultertasche, die zu diesem Zeitpunkt nur ein Brot enthielt). Für mich nicht nur eine Gelegenheit für solch unwirkliche Vorkommnisse, sondern in erster Linie die Möglichkeit, die eine Kamera oder das andere Fotozubehör im wirklichen Leben zu sehen und (vielleicht auch) in die Hand nehmen zu können, ein ernsthafter Test kann eigentlich in einem solchen Umfeld nicht möglich sein. Mehr Eindrücke findet man auch hier (Einpraegsam.de, Alltag eines Fotoproduzenten, Krolop-Gerst, Nachbelichtet, Martin Hülle, Michael Gelfert, Clickpix).

Nikon

Die Ankündigung schlechthin, dass es eine D600 gibt, nach einer Zeit des Wartens am Messestand aufgrund der Menschenmenge, konnte ich sie dann auch mal in die Hand nehmen, war aber dann recht schnell ernüchtert, dass es eine will-haben-Kamera weniger gibt. Mag sein, dass die inneren Werte besser sind, als die meiner D700, der Sucher und die Bedienelemente gefallen mir persönlich aber weniger. Ok, die D800 gab´s auch, im Moment spricht aber sehr wenig dafür das Kameragehäuse zu wechseln, die Drohung mit den Datenmengen einer D800 hat seine Spuren bei mir hinterlassen.

Gespannt war ich auf diverse Präsentationen (Florian Schulz und Corey Rich), deren Bilder ohne Übertreibung grandios sind, wo ich mich allerdings gefragt habe, warum man sie mit einer Hintergrundmusik wie aus einem Actionfilm hinterlegen muss. Auch war die Akustik der Anlage, der Qualität der Bilder nicht angemessen und zu allem Überfluss störten ständige Alarmsignale (ich vermute mal von den zu sensiblen Sicherungsleinen an denen die Nikon-Geräte hingen) die Vorträge. Sind aber auf der anderen Seite die typischen Begleiterscheinungen einer Messe.

Fujifilm

Hatte ich auch auf meinem Merkzettel, da eine Fuji X-E1 angekündigt war, die ich unbedingt in der Hand halten wollte. Tolle Kamera, wobei mich der (elektronische) Sucher von einem Kauf abhält. Das höherwertige Modell X-Pro1 hat dann zwar neben dem elektronischen auch noch einen optischen Sucher, aber da hält mich dann der Preis wieder ab, sie in meine Ausrüstung aufzunehmen. Das Leben kann ganz schön kompliziert sein und vermutlich ich muss das sparen beginnen.

Zeiss

Nächster Ausstellungsstand an dem Träume wahr werden (könnten). Testen konnte ich eine 18mm-Festbrennweite, einfach traumhaft. Allerdings war mir nicht klar, warum solche Objektive nur an einer Kamera mit Cropfaktor zu testen waren. Das konnte mir auch ein Mitarbeiter von Zeiss nicht erklären, es war ihm selbst nicht so klar. Ein anstellen am Schalter habe ich mir dann erspart, da die Ansammlung ähnlich groß war wie bei Nikon (siehe weiter oben).

F-Stop

Kannte ich bis zu diesem Tag nicht, war für mich aber der Stand, der mir am meisten brachte. Tolle Fotorucksäcke und ein Mitarbeiter der mir trotz später Stunde eine erstklassige Beratung geboten hat.

Fotoaustellungen

Hier hatte man am meisten Platz, was ich auf der einen Seite toll fand, weil man sich in Ruhe die Fotos ansehen konnte, auf der anderen Seite sehr schade fand, weil sie neben den Marketing-Auftritten der Firmen eigentlich am meisten boten: Sehr  beeindruckende Bilder der Tsunami-Katastrophe in Japan im letzten Jahr (Tsunami) und tolle Aufnahmen bei den Glanzlichtern.

Was sonst noch war:

  • Viele Chinamänner, die z.B. für ihr Stativzubehör zufälligerweise ein identisches Blau verwendeten wie Novoflex.
  • Viel Betrieb bei der Fotocommunity und ein paar sehr gute Vorträge.
  • California Sunbounce, die noch etwas Zubehör hatten, das ich unbedingt noch brauche.
  • Total faszinierend was man mit dem Foto-Drucker und den zugehörigen Papieren zu Hause alles machen könnte.
  • Wieder eine Greifvogelschau. Nicht so mein Ding.
  • Mit dem ICE fahren ist einfach toll … (auch wenn ich gerade lese, dass die Bahn die Preise erhöht).

Ok, Bilder gibt es heute keine, hatte auch nur mein Brot in der Tasche (neben ein paar Prospekten, konnte dann doch nicht widerstehen)  😉

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