Equipment – 04 – Meine Datensicherung

Wasser (Mai´09) - Neuseeland

Viele Fotos zu machen, bzw. überhaupt welche, ist die eine Seite, sie dauerhaft zu erhalten eine andere. Vorbei die Zeiten in denen Diakassetten die Regale füllten. Heute liegt alles auf Festplatten, auf denen in Ordnern und Unterordnern nicht nur viel versteckt werden kann, sondern durch Ausfall der Technik Arbeiten dauerhaft verschwinden können.Mag der eine oder andere meine Vorgehensweise auch etwas übertrieben finden, aber ein gebranntes Kind scheut das Feuer, durch den täglichen Umgang mit Computern kenne ich die Risiken die ein Ausfall kostet und sehe auch wie oft etwas ausfällt ohne das Material besonders zu beanspruchen.

Wovon ich bis jetzt Abstand genommen habe, war, meine Bilddateien auf CDs oder DVDs zu brennen, da hierfür allein durch die RAW-Daten meiner Kamera (ca. 15 MB pro Bild) beliebig viele Spindeln mit Datenträgern herumstehen würden, was dann auch wieder organisatorisches Geschick verlangt. Deshalb habe ich mich ausschliesslich für Lösungen mit Festplatten entschieden, auch wegen des insgesamt geringeren Preises pro GB.

Mein erster Speicher ist die im Desktop eingebaute Festplatte. Und zwar eine eigene Festplatte für meine Fotos. Betriebssystem und Applikationen sind extra untergebracht.

Vorteil:

  • Bilddaten sind immer verfügbar
  • Zugriff ist maximal schnell
  • Durch die Trennung Programme – Bilddaten kann ich meine Sicherungsstrategie exakter definieren

Nachteil:

  • Mit jedem Einschalten des PCs wird auch die Festplatte für die Fotodaten gestartet, ob die Daten gebraucht werden oder nicht
  • Daten können versehentlich gelöscht/zerstört werden
Mein Rechenzentrum

Mein Rechenzentrum

Aufgrund der Nachteile habe ich mir ein RAID-5-NAS als externe Lösung für die Sicherung mit insgesamt ca. 1,4 TB beschafft, auf dem regelmässig mit einem Synchronisiertool die Bilddaten abgeglichen werden. Nicht ganz billig, aber der erste Schritt zu einem ruhigerem Schlaf. In nebenstehendem Bild mein kleines „Rechenzentrum“ mit (von links nach rechts) Thecus N3200Pro (ausgelegt für 3 S-ATA-Festplatten, Verwendung für Festplattenimages der Programm-Festplatte und Datenfestplatte meines Desktops, das blaue Kästchen ist ein Linksys Access Point), in der Mitte ein Level-1 GNS-4000 (ausgelegt für 4 S-ATA-Festplatten, Verwendung ausschliesslich für Datensicherung meiner Bilddateien), mein Twonky MP3-Medienserver (bestehend aus Linksys NSLU2 und einer 2,5″-Festplatte), ganz rechts ein Linksys NSLU2 der als Domänencontroller im Einsatz ist.

Vorteil des GNS-4000:

  • Gerät läuft nur im Sicherungs- oder Wiederherstellungsfall
  • Anbindung über Netzwerk, somit kein extra stecken über USB o.ä.
  • Hohe Datensicherheit durch RAID-5 (Link öffnet neues Fenster) bei Ausfall einer Festplatte

Nachteildes GNS-4000:

  • relativ teuer
  • Daten können versehentlich gelöscht werden
  • Speziell das GNS-4000 (Link öffnet neues Fenster) von Level-1 ist höllisch laut und somit nicht geeignet nahe am Arbeitsplatz zu stehen. Bei mir steht das Teil in einem extra Raum
  • Sind mehr als 2 Festplatten defekt, kommt man auch nicht mehr an die Daten
Sharkoon Quickport Pro

Sharkoon Quickport Pro

Last but not least eine 1TB-Festplatte, die über S-ATA direkt am Desktop über einen Sharkoon-Adapter Quickport Pro (Link öffnet neues Fenster) angesteckt ist, auf der mindestens ein Mal pro Monat eine komplette Kopie meiner Bilddatenfestplatte erstellt wird und dann an einem sicheren Ort (vor Feuer und Wasser) gelagert wird.

Vorteil:

  • Gerät läuft nur im Sicherungs- oder Wiederherstellungsfall
  • Anbindung über S-ATA, somit hohe Überragungsgeschwindigkeit um Daten zu sichern
  • kostengünstige Lösung

Nachteil:

  • Bei Defekt der Festplatte alle Daten futsch
  • Festlatte ist relativ ungeschützt
  • Die Festplatte wird nach längerem Betrieb sehr heiss, da eine Kühlung fehlt. Dies wirkt sich nicht unbedingt positiv auf die Lebensdauer der Festplatte aus.

Mit Sicherheit berücksichtige ich mit meiner Lösung nicht alle Risiken im Leben, glaube aber, daß es ein guter Kompromiss zwischen Kosten, Aufwand und Sicherheit ist (Wasser Nikon D700, Nikon AF-S VR 4.0-5.6/70-300mm).

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