Equipment – 02 – Lowepro Flipside 400 AW

Queenstown (Apr´09) – Neuseeland

Queenstown (Apr´09) – Neuseeland

Bei meinem Neuseeland-Aufenthalt im April/Mai diesen Jahres war mein neuer Lowepro Flipside 400 AW im Einsatz. Mein alter Lowepro Mini Trekker war dabei, sich in seine Bestandteile aufzulösen und hätte die Tour mit Sicherheit nicht komplett überstanden und wenn es sich bei den Vorbereitungen schon abzeichnet, sollte man sich gleich nach etwas anderem umsehen, auch wenn mir der Mini Trekker sehr am Herzen lag, er hat mich nie im Stich gelassen (an dieser Stelle sollte ich eine Träne einfügen). An einen neuen Backpack hatte ich die folgenden Anforderungen:

  • Platz für ein Digital-SLR-Gehäuse (Nikon D700),
  • Platz für Objektive (Weitwinkelzoom Nikon 2.8/17-35mm, Normalbrennweite 1.8/50mm, Telezoom 4.0/70-300mm) und Zwischenringe,
  • Platz für Kleinigkeiten (Speicherkarten, Ersatzakkus usw.),
  • ein 12″ Thinkpad Lenovo X60,
  • Außenbefestigung zur Mitnahme eine Stativs,
  • nach Möglichkeit Platz für Essen, Wasserflasche und Regenjacke

Außerdem sollte der Rucksack noch die Anforderungen als Handgepäck beim Einchecken ins Flugzeug erfüllen. Relativ schnell fiel die Wahl auf den Lowepro Flipside 400 AW (sowohl von den Anforderungen die erfüllt wurden, als auch vom Preis), nachdem ich mit meinem alten Fotorucksack dieser Firma mehr als zufrieden war. Nun habe ich hierfür ein Produktvideo bei YouTube gefunden.

Bin ich zufrieden mit dem Fotorucksack? Eigentlich ja:

Pro:

  • Alle Ausrüstungsgegenstände, die ich mitnehmen will passen rein, um dann auch noch gut auf die Ausrüstung zugreifen zu können.
  • Die Drehung des Rucksacks um den Hüftgurt möchte ich schon fast als genial bezeichnen. Um an das Fotoequipment zu kommen, ist es nicht nötig den kompletten Rucksack (am Boden) abzulegen, sondern nur über den Hüftgurt nach vorne zu drehen und auf dem Oberschenkel abzustützen.
  • Das Tragesystem sitzt auch noch bei vollen Rucksack angenehm.
  • Die meisten Reißverschlüsse sind noch extra gesichert.
  • Über Zusatzgurte lässt sich an der Außenseite noch jede Menge Zubehör anbringen.

Kontra:

  • Die Rückenpolsterung zeigte nach dem Urlaub erste Verschleißerscheinungen (vermutlich durch das Bewegen über den Hüftgurt), ohne daß hier harte Gegenstände (wie z.B. Gürtelschnallen o.ä.) im Spiel gewesen wären. Ich gehe davon aus, daß ich diesen Rucksack bei weitem nicht so lange werde nutzen können wie meinen alten Mini Trekker (den hatte ich immerhin 12 Jahre).
  • Ein Ärgernis (ich verwende diesen Begriff jetzt mit Absicht) das seltsamerweise nicht nur bei Lowepro vorkommt, sondern beinahe bei jedem Hersteller: Wieso müssen die Schlaufen zum Öffnen der Fächer die gleiche Farbe haben, wie der Rest des verwendeten Materials (in diesem Fall schwarz). Man rühmt sich immer mit solch Schlagwörtern „schneller Zugriff“, dies wird aber dadurch verhindert, daß man manchmal die Schlaufen zum Öffnen nicht schnell genug findet. Meine persönliche Abhilfe: Ich habe den Rucksack jetzt so nachgerüstet, daß ich die Originalschlaufen entfernt und neue in Signalfarben angebracht habe.
  • Die Befestigung des Stativs ist verbesserungswürdig: Ich verwende ein Benro C198N4 Karbon-Stativ, daß sich durch sein Gewicht auch problemlos am Rucksack befestigen lässt, meiner Ansicht nach aber die obere Befestigungsschlaufe zu weit unten ist und der Stativkopf beim Transport sich sehr weit weg vom Körper befindet. Ich habe mich damit beholfen, das Stativ über einen Karabiner an der Trageschlaufe zu befestigt wurde, was ich allerdings nur als Notbehelf ansehe. Abhilfe würde in meinen Augen eine Schlaufe weiter oben anstatt in der Mitte des Rückenfaches schaffen oder ein Gurt (wie beim Computrekker) der an der Oberseite des Rucksacks befestigt ist.
  • Größe der Innentasche: Ist man länger auf Reise, hat man auch das Problem wichtige Dokumente sicherheitshalber immer mitzunehmen (Reisepass, Flugticket usw.). Ohne jetzt die Vorgabe zu haben, A4-Dokumente im Rucksack unterzubringen ohne sie zu falten, aber es wäre hilfreich, für das Reißverschlussfach im Rucksack, die untere Trennnaht wegzulassen um das Fach etwas größer zu haben.

Auch wenn es ein paar kritische Punkte gibt, so möchte ich doch noch einmal zum Ausdruck bringen, daß ich im Ganzen sehr zufrieden bin (Queenstown Nikon D700, Nikon AF-S 2,8/17-35mm).

Aufnahmestandort bei Google-Maps anzeigen:

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