Bildverarbeitung auf dem iPad? Ja, etwas übertrieben, ist natürlich nicht zu vergleichen mit dem Bearbeiten von Bildern auf einem guten Notebook oder Desktop. Aber es lädt zum Experimentieren ein. Und dafür ist Snapseed von Nik-Software eine gute Unterstützung. Nik-Software ist vor allen Dingen für seine Photoshop-Plugins (Color Efex, Silver Efex, Viveza usw.) bzw. Capture NX2 bekannt und hat mit Snapseed eine App herausgebracht, die offenbar bei vielen gut ankommt.
Auf alle Fälle ein guter Ansatz um von unterwegs etwas an seinen Aufnahmen zu arbeiten, wenn man z.B auf den Bus wartet, mit dem Zug unterwegs ist oder einfach noch zu Hause auf der Couch etwas experminetieren will. Hat man bereits vorher mit den Nik-Filtern gearbeitet, findet man sich auch bei Snapseed relativ schnell zurecht, so dass eine längere Einarbeitung nicht nötig ist.
Über zahlreiche Einstellungen hat man die Möglichkeit, die Bilder so zu verfremden, dass sie mit dem Original nicht mehr viel gemein haben, natürlich kann man aber auch dezenter vorgehen, je nachdem wie die Stimmung gerade ist oder was man als Ergebniss wünscht.
Was für mich im Moment eher unschön ist, dass es in Verbindung mit dem iPad 1 nur möglich ist JPGs in verringerter Auflösung zu verarbeiten (bis 6,25 MP), RAW-Daten überhaupt nicht (im Vergleich iPad 2: 16 MP und RAW-Support). Ein wirklicher Nachteil ist es nicht, da dies auch eine höhere Leistung bedingen würde, die das iPad 1 einfach nicht hergibt. Und nur deswegen auf ein iPad 2 umzusteigen ist auch nicht zielführend.
Was schon eher nervt ist die Tatsache, dass bei der Bearbeitung alle EXIF-Daten verloren gehen. An dieser Stelle sollte NIK unbedingt etwas unternehmen. Auch bietet das Programm im Moment keine Möglichkeit Sensorstaub auf eine einfache Weise zu entfernen, hier ist noch eine zusätzliche Applikation neben Snapseed nötig.
















